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Allergie

Allergie

 

Was ist eine Allergie?

 

Eine Allergie ist eine übersteigerte Abwehrreaktion des Organismus auf bestimmte körperfremde Stoffe, die sog. Allergene. Die meisten von uns, wenn sie damit in Berührung kommen, spüren überhaupt nichts. Ein Allergiker reagiert aber auf den Allergenkontakt mit unnötigen und krankmachenden Abwehrmaßnahmen. Allergische Erkrankungen nehmen immer mehr zu. Experten schätzen, dass bis zu 10-15% der Erdbevölkerung Allergiker sind. Die Zahlen sind alarmierend. Allergien sind zur Epidemie des 21. Jahrhunderts geworden.

 

Es gibt eine Vielzahl von Nahrungsmittelallergien, Pollenallergien, und eine Vielzahl von Allergien auf chemische Stoffe. Da die Menschen zunehmend von Allergien betroffen sind, bleibt auch die Zahnheilkunde von dieser bedenklichen Entwicklung nicht unberührt. Der Zahnersatz ist immer aus verschiedenen Materialien (z.B. Chemikalien und Kunststoffen) hergestellt, aber das wohl bekannteste Material waren die Legierungen, die auch in der Zahnmedizin Anwendung finden (Amalgamfüllungen, Festsitzender und herausnehmbarer Zahnersatz). Metalle und Legierungen setzen unvermeidbar Bestandteile frei. Die ionischen Metallbestandteile der Metalllegierungen lösen sich im Mund auf, werden durch den Blutstrom in die verschiedenen Organe transportiert und können dort allergische Reaktionen hervorrufen. Dieser Vorgang ähnelt dem chemischen Prozess bei den normalen säurehaltigen Akkumulatoren. Das zahnmedizinische Metall im Mund entspricht dann der Metallzelle des Akkus und der Speichel der Akkusäure. Dadurch entsteht eine messbare elektrische Spannung im Mund. Erreicht oder übertritt diese Spannung im Mund jedoch den Löseschwellenwert des Metalls, so aktiviert sich dadurch das Metall, es löst sich und aus ihm treten Ionen heraus.

 

Charakteristisch für die chronische Erkrankung ist eine kontinuierliche Wanderung der Ionen. Die freigesetzten Ionen gelangen durch den Blutstrom in die Körperorgane und lösen verschiedene Krankheiten aus beziehungsweise sie verschlimmern bereits vorhandene Allergien. Besonders gefährdet sind diejenigen Patienten, in deren Mund gleichzeitig unterschiedliche Metalle verarbeitet wurden. Oft ist es die Kombination des Amalgams mit einem Edelmetall - in den meisten Fällen mit Gold. Häufig sind dies Nickel, Chrom, Kobalt, Quecksilber, Palladium, Silber und Kupfer, welche Beschwerden erzeugen.

 

Welche Reaktionen des Körpers rufen die Metalle hervor?

 

Krankhafte Veränderungen können in der Mundhöhle oder in deren Nähe vorkommen. Diese können Schleimhautentzündungen, Entzündungen der Haut um den Mund herum, verschiedene Ekzeme, oder einen brennenden, säuerlichen Metallgeschmack auf der Mundschleimhaut verursachen. Auch Hautausschläge können überall am Körper auftreten, wie auch ein fleckiger Haarausfall (dieser kann allerdings auch das Symptom von anderen Krankheitsherden sein), chronische Müdigkeit oder erhöhte Körpertemperatur.

 

Mit verschiedenen Messgeräten kann man im Mund messen ob die eingebauten Gebisskorrekturen Metallteile freisetzen. Bei den noch beschwerdefreien Patienten werden diese Geräte zur Vorsorgeuntersuchung, bei Patienten mit bereits vorhandenen Beschwerden zur Diagnose eingesetzt. Bekommt der Patient zum ersten Mal einen Zahnersatz, so wird die Untersuchung durchgeführt um zu entscheiden, aus welchem Material dieser angefertigt werden soll. In diesem Fall werden die Messungen mit einem Provisorium vorgenommen.

 

Anhand Allergietests wird das neue (eventuell allergieneutrale) Ersatzmaterial ausgesucht. Nach der Amalgamsanierung sollte eine Entgiftungskur zum Ausleiten des Amalgams und andere Schwermetalle aus dem Körper erfolgen. Dazu werden am besten homöopathische Präparate und eine Behandlungen mit Spurenelementen eingesetzt. Bei Bedarf kann man die Untersuchung mit einem Hauttest ergänzen, welcher nicht nur über die Metallallergie, sondern auch über eine Allergie gegenüber weiteren zahnmedizinischen Materialien ein genaueres Ergebnis liefert.

 

Um spezielle Allergieformen zu testen, gibt es ein Allergietest, der sogenannte Epikutan-Test. Dabei bringt der Arzt die allergieauslösenden Substanzen "auf die Haut" (= epikutan) von Rücken oder Oberarm auf. Nach 15 bis 30 Minuten untersucht der Arzt die Hautstellen auf eventuelle Veränderungen (Rötungen, Schwellungen), ebenso nach drei Tagen, gegebenenfalls auch noch später.

 

Mit diesem Allergietest lassen sich Typ-IV-Allergien nachweisen, beispielsweise Kontaktallergien auf Nickelsulfat, Chrom, Arznei- und Reinigungsmittel, Latex sowie Kosmetika.

 

Voraussetzungen für den Epikutan-Test sind gesunde Hautarealen auf dem Rücken. Auch andere Stellen der Haut sollten zum Testzeitpunkt keine ausgeprägten Ekzeme aufweisen. Ansonsten wären sogenannte falsch-positive Testergebnisse die Folge.

 

Der Arzt wird diese Bedingungen beim ersten Besuch feststellen. Beim zweiten Besuch werden die Hautvänderungen untersucht, bezüglich der Ergebnissen und seiner Feststellungen der Arzt stellt die Diagnose und fertigt einen Bericht an.

 

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